Schmale Gassen, lange Wasserstraßen, unzählige Brücken und unfassbar leckeres Essen – Das ist Venedig!
Venedig ist das perfekte Urlaubsziel für alle, die sich von märchenhafter Architektur begeistern lassen und kulinarische Erlebnisse zu schätzen wissen!

Vorbereitungen für mein Wochenende in Venedig
Der Entschluss für ein Wochenende nach Venedig zu fliegen entsprang meiner Langenweile.
Um meine Langeweile zu vertreiben, surfte ich ein bisschen im Internet und fand mich schließlich bei
ab-in-den-Urlaub wieder. Als ich dann gesehen habe, dass man schon für 140€ pro Person ein Wochenende in Venedig verbringen kann (inklusive Flug, Übernachtung in einem 4-Sterne Hotel und Frühstück!), musste ich einfach zuschlagen! So wurde aus Langerweile eine verbindliche Buchung und ein Weihnachtsgeschenk für meinen Freund hatte ich damit auch schon.
Der beste Reisezeitraum für Venedig
Ich habe mir für meinen Venedig-Kurztrip ein Wochenende Anfang Dezember ausgesucht.
Auch wenn die meisten Touristen Venedig im Sommer erobern, überwiegen für mich im Winter die Vorteile. Zum einen war der Trip im Dezember unglaublich günstig! Im Sommer ist man da locker doppelt so viel Geld los. Zum anderen kann man sich im Winter viel freier Bewegen, da deutlich weniger Touristen unterwegs sind und die Wartezeiten für die öffentlichen Verkehrsmittel (Ich habe mich hauptsächlich mit den Wasserbussen namens Vaparetto fortbewegt) deutlich geringer sind. Zudem kann man sich im Winter ebenfalls das anschauen, was man sich auch im Sommer angeschaut hätte.
Der einzige Nachteil im Winter – Das Wetter ist nicht so prickelnd.
Typisch für Venedig im Winter ist ein hoher Wasserspiegel, der häufig dafür sorgt, dass die Kanäle über die Ufer treten und Gassen überschwemmen. Regnen tut es dafür auch im Winter selten, aber mit dichtem Nebel muss man rechnen, der einem die Aussicht und leider auch das ein oder andere Urlaubsfoto versauen kann.
Ich bin das Risiko eingegangen und wurde positiv überrascht.
12 Grad Celsius und strahlender Sonnenschein – Und das Anfang Dezember!

Schlafen im Hotel Carlton on the Grand Canal
Geschlafen wurde im 4-Sterne Hotel Carlton on the Grand Hotel.
Das Hotel ist im venezianischen Stil gestaltet und jeder, der sich wie im Märchen fühlen will, kommt hier auf seine Kosten. Leider war mein Zimmer relativ klein und auf dem Lageplan war zu sehen, dass alle anderen Zimmer sogar noch ein bisschen kleiner sind. Da ich jedoch eh viel unterwegs war, störte mich die Größe des Zimmers letztendlich nur wenig. Das Doppelzimmer hat 100€ die Nacht gekostet, wobei dies schon ein gutes Angebot war und es eigentlich deutlich teurer ist.
Wer sich eine Unterkunft direkt in Venedig sucht, sollte bedenken: Venedig ist ein teures Pflaster!

Sightseeing in Venedig
Wen man Venedig googelt oder einen Reiseführer in die Hand nimmt, dann merkt man schnell – In Venedig ist einfach alles sehenswert! Doch wer sich mal auf einen Wochenend-Trip einlässt, der wird überrascht sein, was man alles in drei Tagen entdecken kann.
Markusplatz und Markusdom in Venedig
Der Markusdom (auch Basilica di San Marco) und der dazu gehörige Markusplatz ist wohl das Zentrum Venedigs.
Und diese Kirche ist nicht nur von außen ein echtes Highlight, sondern auch innen kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Der Markusplatz ist eine schöne Abwechslung zu den sonst sehr engen Gassen. Doch pass auf dein Eis auf, sonst gehört es schnell den Tauben! Dies gilt übrigens für ganz Venedig. Draußen essen ist bei den meisten Cafes und Restaurants verboten, da so haufenweise Tauben angezogen werden und eins ist sicher – So schnell wirst du deine neuen ungewollten Freunde nicht mehr los!

Markusdom
Die Brücken von Venedig
Natürlich sind auch die unzähligen Brücken richtige Hingucker.
Mich hat besonders die Vielfältigkeit der Architektur der Brücken begeistert. In Venedig unterscheidet sich jede Brücke von der anderen und es ist von barockem bis modernen Baustil alles zu finden. Außerdem ist die Aussicht von den Brücken aus besonders gut und eignet sich perfekt für Fotos.
Die berühmteste Brücke ist die Rialtobrücke (Ponte di Rialto) und diese ist auf jeden Fall ein Besuch wert!

Rialtobrücke
Mit dem Boot nach Murano
Wer Venedig besucht, der sollte auch unbedingt die umliegenden Inseln Burano und Murano erkunden.
Es gibt haufenweise Anbieter, die eine Rundreise zu den Inseln Burano, Murano und Torcello anbieten. Da man so aber an die Zeiten des Anbieters gebunden ist und ich gehört habe, dass man sich Torcello auch sparen kann, machte ich mich selbständig auf den Weg. Außerdem hatte ich ja ein Vaparetto Tagesticket und musste für die ca. 40 minütige Bootsfahrt nach Murano und die ca. 50 minütige Bootsfahrt nach Burano (Jeweils von Venedig aus) nichts drauf zahlen.
Murano ist bekannt für seine Glaskunst und das merkt man beim Betreten der Insel sofort.
Überall wird einem originales Muranoglas angeboten, aber Muranoglas hat seinen Preis, also Achtung vor Fälschungen!
Was ich sehr empfehlen kann, schaut unbedingt einem Glasbläser bei seiner Arbeit zu!
Ich war bei der Glasmanufaktur Mazzuccato, die bei Tripadvisor nicht so gut bewertet ist, aber die ich eigentlich ganz gut fand. Die Vorführung dauerte ca. 20 Minuten und es wurde so einiges gezeigt. Jedoch war ich sehr früh da und es war nicht so voll, weshalb sich die Angestellten vielleicht etwas mehr Zeit gelassen haben.
Und auch ich wurde schwach! Ein Magnet mit einer Blume aus Muranoglas musste unbedingt als Andenken mit!
Mein persönliches Highlight Burano
Ein unerwartetes Highlight war für mich Burano. Diese Insel ist bekannt für die Weberei, aber das wirklich charakteristische dieser Insel sind die bunten Häuser. Und dieser Anblick war für mich DAS Highlight meines Venedig-Trips!

Shoppen in Venedig
Shoppen kann man in Venedig natürlich auch.
Direkt um den Markusplatz herum findet man die hochpreisigen Läden.
Wenn man ein paar Gassen weiter geht, findet man alles, was man so in europäischen Großstädten findet (H&M, KIKO..). Zudem gibt es einen Disney-Store und Victoria`s Secret (es gibt aber keine Unterwäsche, nur Hautpflege Produkte etc.).
Ich hatte meinen Freund dabei, der nicht so auf shoppen steht, deshalb fiel es diesmal leider weg.
Venedig von seiner leckersten Seite
Unfassbar, wie viel man an einem Wochenende essen kann!
Was muss man in Italien einfach essen? – Natürlich Pizza und Pasta!
Eine absolute Empfehlung für alle, die Lust auf frische und günstige Pasta haben, ist Dal Moro`s Fresh Pasta to Go.
Jedoch ist dieser Laden kein Geheimtipp mehr und man muss mit langen Wartezeiten rechnen, aber das ist es wert!

Gute Pizza findest du an jeder Ecke. Ich habe mir einfach ein großes Stück bei einer Art Bäckerei gekauft und mich damit ans Wasser gesetzt. Und ich hatte Glück, denn es war schon dunkel und die Tauben verschonten mich!
Was man ebenfalls an jeder Ecke findet sind frittierte Reisbällchen mit den verschiedensten Füllungen. Ich habe eins mit Mozzarella und Schinken gefüllt gegessen und es war überraschend gut!
In der Bäckerei, in der ich das Reisbällchen gekauft habe, gab es außerdem die beste heiße Schokolade, die ich je getrunken habe. Es war wie eine Tasse purer geschmolzener Schokolade! Der Cappuccino war aber auch sehr gut.
Diesen Genuss habe ich in der Bäckerei Majer gefunden!
Leider hat neben mir ein Pärchen ihr Gebäck gegessen (draußen!) und so hatte auch ich schnell Gesellschaft von ein paar Tauben.
Wenn man keine Lust mehr auf was Warmes hat, dann steigt man einfach auf Eis um!
Für mich musste es gleich zwei mal Eis sein.
Das erste Eis gab es im Zentrum bei Suso und es war trotz ca. 10 Grad Celsius Außentemperatur ein wahrer Genuss!
Das zweite Eis gab es nahe der Bäckerei Majer bei Gelato di Natura. Diese Eisdiele nimmt es mit den Öffnungszeiten nicht so genau, wobei das einfach der italienischen Gelassenheit entspricht und außer mir wahrscheinlich eh niemand um 10 Uhr morgens Eis essen will. Dafür gibt es auch eine Auswahl an veganen Eissorten und die Herstellung der Eissorten erfolgt ausschließlich aus natürlichen Zutaten – Und lecker war es auch noch.
- Eis bei Suso
- Eis bei Gelato di Natura
Mein absolutes kulinarisches Highlight war das Tiramisu von Tre Mercanti.
Hausgemachtes Tiramisu (Man kann sogar bei der Herstellung zuschauen) in den Sorten Pistazie, Nutella und klassisches Tiramisu. Ich kann nicht genau sagen, welches mir am besten geschmeckt hat, aber mein Freund (der eigentlich absolut kein Tiramisu-Fan ist) fand das klassische Tiramisu am besten.

Pistazien-Tiramisu bei Tre Mercanti
Wie war mein Wochenende in Venedig?
Am Ende war der Wochenendtrip nach Venedig ein totaler Erfolg.
Ich war überrascht, wie viel man an einem Wochenende erleben kann und werde in Zukunft auf jeden Fall öfter mal ein Wochenende woanders verbringen.
Die Rückreise wäre fast schief gegangen, denn beim Rückflug sind wir von einem anderen Flughafen aus geflogen und nur durch Zufall hat sich mein Freund nochmal am Abreisetag die Reiseunterlagen angeschaut.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an ab-in-den-Urlaub – Wie wäre es mal mit einem Hinweis?!
Naja am Ende ist ja nochmal alles gut gegangen, aber kleiner Tipp an dich:
Schau bei Billigreisen genau hin!
Du hast weitere Tipps für einen Venedig Aufenthalt?
Dann lass mir doch ein Kommentar da!







